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Deutschland im Jahr 2018

Liebe Patientinnen, liebe Patienten !



Die Flüchtlingskrise seit 2015 ist noch nicht überstanden. Das überschäumenden Hilfsbedürfnis gegenüber anderen Menschen von 2015 ist der Angst gewichen. Integration ist jetzt das Zauberwort. Für Menschen aus anderen Kulturräumen und auch für den aufnehmenden deutschen Kulturraum sicherlich nicht einfach.

Mit der Angst, dass das nicht gelingen könnte, werden wir durchaus manipuliert. Schwierige Einzelschicksale werden dazu benutzt ganze Gruppen zu denunzieren. Und Angst macht leichtgläubig. Auch im Internet wird gelogen dass sich die Balken biegen und oft genug von denjenigen, die gerade die anderen der Lüge bezichtigen !
Nicht jedem wird das schmecken, aber die Überalterung unserer Gesellschaft in Verbindung mit unserem Wirtschaftssystem zwingt uns den Tatsachen in die Augen zu sehen: Deutschland ist ein Einwandererland.
Das bedeutet dann auch dass Integration gelingen muss. Und natürlich ist das zu schaffen. Wir müssen einerseits tolerant und weltoffen bleiben, andererseits dürfen wir selbstverständlich von jedem Einwanderer ein Mindestmaß an Anpassung erwarten. Dies ist damit auch unser aller Aufgabe und kann nicht nur an den Staat delegiert werden. Seien wir offen denen gegenüber, die bei uns ankommen wollen und stark gegenüber denen, die bei uns nicht ankommen wollen.

Aber geben wir den Marktschreiern keinen Raum. Vereinfachung ist Gift für unsere Gesellschaft.

Die da oben und wir da unten bringt uns nicht weiter. Dieses Land ist unser Land, überlassen wir es nicht mehr den anderen. Mischen wir uns ein! Und vor allem: Vorsicht vor einseitiger Information v.a. aus dem Internet.
Bedenken Sie dass die Internetbrowser dazu neigen, Ihnen wie in einer benebelnden Wolke einseitige Informationen zu zeigen. Zudem ist das Internet wild, frei aber auch anarchisch.
Seien Sie kritisch, glauben sie nicht gleich alles und akzeptieren sie - schweren Herzens - dass unsere Welt nicht schwarz oder weiß ist. Sie hat alle möglichen Schattierungen und damit müssen wir alle klarkommen.


Die Privatisierung unseres Gesundheitssystems ist weit fortgeschritten.
Wir alle haben zugelassen, dass aus Krankheit und Leid Profit gemacht wird. Kranke haben keine Lobby. Wollten wir das ?

Zur Zeit werden wir akzeptieren müssen, dass in Deutschland Arbeitskosten und Gesundheitskosten gekoppelt sind. Das bedeutet bei steigenden Gesundheitskosten auch steigende Kosten der Arbeit. Eine Diskussion darüber, ob man das irgendwie entkoppeln könnte, findet in Deutschland nicht statt.

Zeitgleich beginnt auch der Arztmangel in Ulm Wirkung zu zeigen. Erste Hausarztpraxen finden keine Nachfolger mehr. Ein Mangel an Fachkräften tut sich schon länger auf. Schon seit einiger Zeit steigen die Gehälter der Arzthelferinnen deutlich an. Dies auch wirklich verdient..
  Die Gehälter werden weiter steigen müssen, damit die Praxen nicht wegen Fachkräftemangel schließen müssen. Trotzdem müssen die Praxen auch diese Mehrkosten finanzieren.
Das verteuert die Ware Arzt kontinuierlich, denn er ist der einzige der den finanziellen Wert in der Praxis erwirtschaftet.

Weiter verdichten sich die Arbeitsprozesse erbarmungslos. Die Ärzte in den Kliniken müssen aktuell wahrscheinlich 2-3x mehr Patienten "verarbeiten" also noch vor 20 Jahren.
Und die Kollegen vor 20 Jahren hatten wahrlich schon keinen gemütlichen Job. Diese Arbeitsverdichtung drückt von den Kliniken immer mehr in die Praxen. Auch hier steigt die Unzufriedenheit, wenn uns die Kassen vorrechnen was angeblich in 5 Minuten im Patientengespräch zu erledigen ist. Damit sind auch die Patienten nicht zufrieden. Deren Ärger ist oft genug berechtigt, nur sind Ärzte oder Kliniken die falsche Adresse ihres Ärgers. Es ist ein politisch gewünschter Vorgang.

Und es gilt auch hier: Wer nur meckert über die Zustände, aber sonst sich nicht einmischt hat sich im Grunde damit einverstanden erklärt.

Auch unsere Gesundheitssystem gehört uns.
Lassen wir uns nicht frustrieren, sondern kämpfen wir dafür, wie die immensen Gelder verwendet werden und nicht verschwendet werden und lassen Sie uns die entstehenden Gesundheitskonzerne mit Argusaugen beobachten. Diese sind unter dem Deckmäntelchen guter Versorgung zunächst einmal eher Blender, denn es geht den Konzernen tatsächlich zuerst um die Rendite.
Und das in einem Markt in dem die Ware die Gesundheit der Menschen ist.
Das sollte uns alle wirklich beunruhigen.
Aber müssen wir das akzeptieren ?
Mischen wir uns endlich wieder ein !